Riesenbovist, Calvatia gigantea
Riesenboviste sind vergleichsweise anspruchslose, weit verbreitete Folgezersetzer, die vom Frühling bis in den Herbst in den verschiedensten Habitaten gefunden werden können. Typische Habitate sind parkähnliche Flächen, Wiesen, Weiden und Waldränder. Riesenboviste sind frisch hervorragende, sehr ergiebige Speisepilze. Zu prüfen sind dabei die reinweiße Fleischfarbe, der Geruch & die Konsistenz. Sobald der Geruch nicht mehr einladend, die Konsistenz nicht mehr schön fest oder das Fleisch nicht mehr reinweiß ausfallen, sollten Riesenboviste nicht mehr verzehrt werden. Den besten Speisewert besitzen unserer Erfahrung nach hand- bis fußballgroße Fruchtkörper. Typisch für Riesenboviste ist das Erscheinen im Sommer & Herbst außerhalb von Wäldern, die kugeligen, schnell wachsenden, weißlichen Fruchtkörper, die dicken, wurzelartigen Myzelstränge an der Anwachsstelle, die extrem unterschiedlichen Durchmesser der Fruchtkörper von jung unter zehn Zentimetern bis ausgewachsen teilweise deutlich über der Metermarke, ein oft enormes Gewicht ausgewachsener Fruchtkörper, eine eher cremeweißliche, glatte, lederartige Haut, erst weißes, festes, aromatisches Fleisch, das sehr schnell an Aroma verliert, weich & schmierig wird & sich in Richtung Sporenreife gelbgrünlich verfärbt, ein jung aromatischer Geruch, der schnell unangenehm wird & im Alter sogar urinartig ausfallen kann.
Riesenbovist, Calvatia gigantea
Riesenboviste sind vergleichsweise anspruchslose, weit verbreitete Folgezersetzer, die vom Frühling bis in den Herbst in den verschiedensten Habitaten gefunden werden können. Typische Habitate sind parkähnliche Flächen, Wiesen, Weiden und Waldränder. Riesenboviste sind frisch hervorragende, sehr ergiebige Speisepilze. Zu prüfen sind dabei die reinweiße Fleischfarbe, der Geruch & die Konsistenz. Sobald der Geruch nicht mehr einladend, die Konsistenz nicht mehr schön fest oder das Fleisch nicht mehr reinweiß ausfallen, sollten Riesenboviste nicht mehr verzehrt werden. Den besten Speisewert besitzen unserer Erfahrung nach hand- bis fußballgroße Fruchtkörper. Typisch für Riesenboviste ist das Erscheinen im Sommer & Herbst außerhalb von Wäldern, die kugeligen, schnell wachsenden, weißlichen Fruchtkörper, die dicken, wurzelartigen Myzelstränge an der Anwachsstelle, die extrem unterschiedlichen Durchmesser der Fruchtkörper von jung unter zehn Zentimetern bis ausgewachsen teilweise deutlich über der Metermarke, ein oft enormes Gewicht ausgewachsener Fruchtkörper, eine eher cremeweißliche, glatte, lederartige Haut, erst weißes, festes, aromatisches Fleisch, das sehr schnell an Aroma verliert, weich & schmierig wird & sich in Richtung Sporenreife gelbgrünlich verfärbt, ein jung aromatischer Geruch, der schnell unangenehm wird & im Alter sogar urinartig ausfallen kann.
Artbezeichnungen
Gattung
Verwechslung
- Essbar: Hasenstäubling, Lycoperdon utriforme
- Essbar: Beutelstäubling, Lycoperdon excipuliforme
- Essbar: Flaschenstäubling, Lycoperdon perlatum
- Essbar: Wiesenstäubling, Lycoperdon pratense
- Essbar: Bleigrauer Zwergbovist, Bleibovist, Bovista plumbea
- Essbar: Hexenei der Stinkmorchel, Phallus impudicus
- Essbar: Stachelsporige Mäandertrüffel, Choiromyces meandriformis
- Essbar: Lilafarbiger Stäubling, Calvatia cyathiformis
- Giftig: Gefelderter Kartoffelbovist, Scleroderma areolatum
- Giftig: Dickschaliger Kartoffelbovist, Scleroderma citrinum
Diese Art finden
Der Riesenbovist ist ein Folgezersetzer ohne besondere Habitatsansprüche. Die Art kann sowohl auf parkähnlichen Flächen, in Gebüschen, an Waldrändern oder auf Wiesen gefunden werden. Finden kann man die Art insgesamt vom Frühling bis in den Herbst. Hauptsaison haben Riesenboviste vor allem von Juni bis September. Riesenboviste sind standorttreu und können in ihren Habitaten über Jahre immer wieder sehr zuverlässig gefunden werden.
Wissenschaftliche Synonyme
Bovista gigantea, Bovistaria gigantea, Lycoperdon giganteum, Langermannia gigantea, Globaria gigantea, Lasiosphaera gigantea
Speiswert & Verwendbarkeit
Der Riesenbovist ist ein hervorragender Speisepilz. Die Art bildet meist eine große Anzahl an riesigen, fleischigen Fruchtkörpern die durchaus ein Gewicht von zehn bis zwanzig Kilogramm erreichen können. Der Geschmack frischer, fester und vor allem reinweiß gefärbter Fruchtkörper fällt angenehm pilzig aus. Wichtig ist beim Sammeln von Riesenbovisten:
Sobald Riesenboviste innen weich und schmierig werden, unangenehm riechen oder sogar gelbgrüne Verfärbungen zeigen sind Riesenboviste zu alt für den Speisepilzkorb. Bei ganz jungen, sehr kleinen Fruchtkörper ist im Schnittbild unbedingt darauf zu achten, dass sich keine Lamellenansätze zeigen. Auch junge Wulstlinge, wie z. B. relativ unkritische Scheidenstreiflinge, aber zum Beispiel auch der tödlich giftige weiße Knollenblätterpilz, könnten mit jungen, noch sehr kleinen Riesenbovisten verwechselt werden, zeigen im Schnittbild aber in jedem Alter einen deutlichen Lamellenansatz.
Die Zubereitung: Riesenboviste in schnitzeldicke Scheiben schneiden, mit reichlich Salz und optional einer Prise Zucker & Pfeffer würzen, kurz Feuchtigkeit ziehen lassen, durch Mehl, Ei & Semmelbrösel ziehen & ausbacken. Serviert mit Kartoffelsalat oder Pommes, dazu Preiselbeeren & vielleicht auch noch einer Scheibe Zitrone - besser geht es nicht!
Kernmerkmale
- Vor allem im Sommer & Herbst zu finden
- Vor allem außerhalb von Wäldern (parkähnliche Flächen, Wiesen, Weiden, Waldränder) zu finden
- Gerne geselliges Wachstum mit zahlreichen Fruchtkörpern pro Standort
- Kugelförmige, schnell wachsende, grundsätzlich weiße Fruchtkörper
- An der Anwachsstelle am Boden mit wurzelartigen Myzelsträngen
- Junge Fruchtkörper mit einem Durchmesser von deutlich unter zehn Zentimetern
- Ausgewachsene Fruchtkörper bis zu einem Durchmesser von über einem Meter möglich
- Teilweise enormes Gewicht pro Fruchtkörper (über zehn Kilogramm ohne Probleme möglich)
- Haut der Fruchtkörper glatt, eher cremeweißlich gefärbt & lederartig
- Fleisch jung & frisch reinweiß & fest
- Fleisch mit zunehmendem Alter immer weicher & schmieriger
- Fleisch in Richtung Sporenreife zu grüngelb umfärbend
- Fleisch ganz jung mit aromatisch-pilzigem Geruch, schnell unangenehm, im Alter urinartig
Beschreibung
Der Riesenbovist bildet zunächst kleine, kugelige, weiße Fruchtkörper aus, die aber schnell an Umfang zunehmen und ausgewachsen einen Umfang von einem Meter ohne Probleme überschreiten können. Die Außenhaut der Fruchtkörper fällt eher cremeweißlich aus, ist glatt & erinnert bei Berührung etwas an Leder.
Auf der Unterseite der Fruchtkörper befinden sich beim Riesenbovist wurzelartige, stark ausgeprägte Myzelstränge. Vor allem bei ausgewachsenen Fruchtkörpern wirken diese mehrere Zentimeter lange Myzelstränge tatsächlich wie mit Erde behaftete Wurzeln von Pflanzen.
Riesenboviste besitzen jung reinweißliches, festes & aromatisch-pilziges Fleisch. Sowohl die Konsistenz, als auch das Aroma des Fleisches verlieren aber leider extrem schnell an Qualität. Selbst etwas ältere, noch reinweißfleischige Fruchtkörper besitzen oft schon weiches, schmieriges & unangenehm riechendes Fleisch.
In Richtung der Sporenreife verfärbt sich das Fleisch der Riesenboviste erst gelbgrünlich. Alte Fruchtkörper bestehen dann nur noch aus der von oben aufreißenden, dann ockerbräunlichen Haut & einer bräunlichen, staubähnlichen Sporenmasse.
Meinungen aus der Community
Die Meinungen zum Speisewert der Riesenboviste gehen extrem weit auseinander. Unter einem Beitrag mit mehreren hundert Kommentaren gab es fast eine 50 zu 50 Aufteilung in die Richtung - “extrem toller, ergiebiger, wohlschmeckende, vielseitiger Speisepilz” zu “unbrauchbar, weich, schmierig, wenig aromatisch, wie Styropor, schmeckt nach nichts”.
Ob der Riesenbovist wirklich ein toller Speisepilz ist hängt also nicht nur vom Alter der Fruchtkörper, sondern wie so oft bei Speisepilzen vom subjektiven Empfinden bzw. der eigenen geschmacklichen Prägung ab. Für uns ein toller, ergiebiger Speisepilz, aber wirklich nur bei jungen, festfleischigen, noch angenehm aromatisch duftenden Fruchtkörpern.
Riesenboviste haltbar machen
- Riesenboviste halten sich ohne Probleme über einige Tage im Kühlschrank. Voraussetzung dafür ist, dass man Riesenboviste beim Säubern möglichst nicht befeuchtet. Mit einer Pilzbürste abbürsten oder einem maximal leicht angefeuchteten Küchentuch abwischen wäre hier unsere Empfehlung
- Riesenboviste lassen sich ohne Probleme über verschiedene Methoden einfrieren. Man kann eine größere Menge an Riesenbovist-Schnitzeln vorbereiten, nur die für den direkten Verzehr benötigte Menge frittieren & die vorbereiteten Riesenbovist-Schnitzel direkt einfrieren. Es empfiehlt sich hier aber definitiv die Schnitzel ohne Überlappungen, z. B. auf einem Blech mit Backpapier einzufrieren & sie erst gefroren im Gefrierschrank platzsparend übereinander zu stapeln, damit die Panade der einzelnen Schnitzel nicht zusammenfriert
- Riesenboviste können auch in mundgerechte Würfel geschnitten, für sechzig Sekunden blanchiert, im Eiswasser abgeschreckt und anschließend direkt gewürfelt eingefroren werden. Auch hier sollte man versuchen die Würfel möglichst vereinzelt einzufrieren & erst dann platzsparend aufzubewahren. Das erleichtert das Portionieren bei der nachträglichen Verwendung ungemein.
Wissenschaftliche Synonyme
Bovista gigantea, Bovistaria gigantea, Lycoperdon giganteum, Langermannia gigantea, Globaria gigantea, Lasiosphaera gigantea