Butterpilz, Butterröhrling, Suillus luteus

Butterpilze sind Symbiosepilze und typische Kiefernbegleiter, die man von April bis November gerne auf sandigen Böden und vorwiegend bei jungen Kiefern finden kann. Butterpilze sind hervorragende, aber leider etwas unverträgliche Speisepilze. Das Abziehen der Huthaut kann die Verträglichkeit deutlich verbessern. Typisch für Butterpilze ist das Erscheinen bei Kiefer, die braunen bis lilabraunen Hutfarben, die feucht schmiere, trocken klebrige und leicht abziehbare Huthaut, der gerne mit Schleierresten behangene Hutrand, der bei jungen Fruchtkörpern blickdichte Schleier, der sich mit zunehmendem Wachstum vom Hutrand löst & als Stielring zurückbleibt, die jung weißgelblichen & später kräftig gelblichen Röhren, der weißliche aber gerne bräunlich gepunktete, feste, volle Stiel, das weißliche bis weißgelbliche Fleisch mit aromatischem Geruch und aromatisch-säuerlicher Geschmacksprobe.


Bezeichnung

Butterpilz, Butterröhrling, Butter-Schmerling, Schleimchen, Schmierling, Schälpilz, Föhrenschwamm, Kieferling, Pomeisl, Schafhäuter, Rotzling, Rotzer, Ringpilz, Beringter Gelber Röhrenpilz, Grauskerl, Suillus luteus

Diese Art finden

Butterpilze sind Symbiosepilze und typische Kiefernbegleiter. Die Art bevorzugt dabei sandige Böden und junge Kiefern. Typische Habitate sind dabei nicht nur Nadelwälder mit vielen Kiefern, sondern vor allem auch alte, stillgelegte Kiesgruben oder die Ränder von Kiesgruben mit jungen Kiefern. Hauptsaison haben Butterpilze bei uns in Oberbayern vor allem im Oktober und November. Insgesamt finden kann man Butterpilze aber vom Frühling bis in den späten Herbst hinein.

Speisewert & Verwendbarkeit

Butterpilze gehören zu den besten, bekanntesten und beliebtesten Speisepilzen überhaupt. Butterpilze eignen sich zwar auch für Mischgerichte, besitzt aber einen so tollen Eigengeschmack, dass die Art auch einzeln verarbeitet werden kann. Vor der Zubereitung sollte die feucht sehr schleimige Huthaut abgezogen werden. Roh ist der Butterpilz (wie alle Schmierröhrlinge) als stark unverträglich zu beschreiben, weshalb bei der Zubereitung unbedingt auf eine ausreichende Garzeit zu achten ist.

Butterpilze sind dafür bekannt überdurchschnittlich häufig Unverträglichkeitsreaktionen hervorzurufen. Es treten dabei meist eher harmlose Symptome wie Unwohlsein und Magen-Darm-Störungen auf. Sollte man diese Symptome nach dem Verzehr von Butterpilzen immer wieder bei sich feststellen, dann sollte man die Art in Zukunft besser meiden. Da die Huthaut der unverträglichste Teil des Fruchtkörpers sein sollte, kann das abziehen der Huthaut vor der Zubereitung die Verträglichkeit verbessern.

Besonders größere Butterpilze können dünn aufgeschnitten, mit etwas Salz und einer Prise Zucker gewürzt, paniert und frittiert werden. Der Zucker und Salz verstärken das tolle Aroma der Art und der "Knuspermantel" bietet dann einen tollen Kontrast zum Fleisch des Butterpilzes.



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Beschreibung

Butterpilze erreichen einen Hutdurchmesser von bis zu zwölf Zentimetern. Die Hutoberseite fällt lilabräunlich, rotbräunlich oder auch mal nur bräunlich aus. Die Huthaut fällt trocken glänzend und klebrig aus. Bei feuchter Witterung fällt die Huthaut dagegen schmierig bis schleimig aus. Der Hutrand kann mit Schleierresten behangen ausfallen.

Auf der Hutunterseite befinden sich beim Butterpilz bei jungen Fruchtkörpern hellgelblich gefärbte Röhren, die sich aber schnell intensiver gelb verfärben. Jung sind die Röhren außerdem von einem Schleier verdeckt, der aber schnell aufreißt und als Stielring zurückbleibt. Das Sporenpulver ist olivocker gefärbt.

Der Stiel der Butterpilze ist weißlich bis weißgelblich gefärbt und kann mit bräunlichen Punkten besetzt sein. Der Stiel besitzt eine feste Konsistenz und ist nie hohl. Eines der wichtigsten Merkmale der Art ist der braunviolette Stielring, der zurückbleibt wenn der röhrenverdeckende Schleier aufreißt.

Das Fleisch des Butterpilzes ist fest und weißlich bis weißgelblich gefärbt. Der Butterpilz besitzt einen aromatisch pilzigen Geruch, der manchmal aber auch eine schwache fruchtige Komponente besitzen kann. Die Geschmacksprobe fällt mild, aromatisch, aber etwas säuerlich aus.

Kernmerkmale

  • Typischer Kiefernbegleiter
  • Braune, rotbraune bis lilabraune Hutfarben
  • Feucht schmierige, trocken klebrige & abziehbare Huthaut
  • Hutrand teilweise mit Schleierresten behangen
  • Hutunterseite jung von einem blickdichten Schleier bedeckt
  • Schleier mit zunehmendem Wachstum aufreißend & als Stielring zurückbleibend
  • Röhren jung weißgelblich, im Alter kräftiger gelblich
  • Stiel weißlich glatt bis bräunlich gepunktet
  • Fleisch weißlich bis weißgelblich
  • Aromatischer Geruch & aromatisch-säuerliche Geschmacksprobe
  • Sporenpulver olivbräunlich

Synonyme

Suillus annulatus, Boletus luteus, Boletus volvatus, Boletopsis lutea, Solenia lutea, Cricunopus luteus, Ixocomus luteus