Pfefferröhrling, Chalciporus piperatus
Pfefferröhrlinge erscheinen bei uns meist in Nadel- und Nadelmischwäldern bei Fichte, seltener aber auch in Laubwäldern bei Buche & Eiche. Pfefferröhrlinge werden dabei überwiegend als Symbiosepilze beschrieben, sollen nach neuen Erkenntnissen aber wohl doch eher parasitär auf dem Myzel des Gemeinen Steinpilzes & von Fliegenpilzen erscheinen. Der Pfefferröhrling besitzt einen pfeffrig scharfen Geschmack und ist deshalb eher als Würzpilz statt Speisepilz zu beschrieben. Größere Mengen der Art sollen unverträglich wirken können. Typisch ist das Erscheinen in typischen Fichtensteinpilz- / Fliegenpilz-Habitaten, die meist dünnfleischigen, kleinen & zierlichen Fruchtkörper, die bis zu sechs Zentimeter großen Hutdurchmesser, die rotbraune, filzige & gern etwas gebuckelte Hutoberseite, die relativ groben, rotbraunen Röhren, der dünne, volle Stiel mit rotbraunen Farben, das leuchtend gelbe Stielfleisch, der schwach pilzige Geruch & pfeffrig scharfe Geschmack.
Pfefferröhrling, Chalciporus piperatus
Pfefferröhrlinge erscheinen bei uns meist in Nadel- und Nadelmischwäldern bei Fichte, seltener aber auch in Laubwäldern bei Buche & Eiche. Pfefferröhrlinge werden dabei überwiegend als Symbiosepilze beschrieben, sollen nach neuen Erkenntnissen aber wohl doch eher parasitär auf dem Myzel des Gemeinen Steinpilzes & von Fliegenpilzen erscheinen. Der Pfefferröhrling besitzt einen pfeffrig scharfen Geschmack und ist deshalb eher als Würzpilz statt Speisepilz zu beschrieben. Größere Mengen der Art sollen unverträglich wirken können. Typisch ist das Erscheinen in typischen Fichtensteinpilz- / Fliegenpilz-Habitaten, die meist dünnfleischigen, kleinen & zierlichen Fruchtkörper, die bis zu sechs Zentimeter großen Hutdurchmesser, die rotbraune, filzige & gern etwas gebuckelte Hutoberseite, die relativ groben, rotbraunen Röhren, der dünne, volle Stiel mit rotbraunen Farben, das leuchtend gelbe Stielfleisch, der schwach pilzige Geruch & pfeffrig scharfe Geschmack.
Artbezeichnungen
Gattung
Verwechslung
- Essbar: Kuhröhrling, Suillus bovinus
- Essbar: Sandröhrling, Suillus variegatus
- Essbar: Kleinster Zwergröhrling, Chalciporus pseudorubinus
- Essbar: Rubinroter Zwergröhrling, Chalciporus rubinus
- Essbar: Nadelholzröhrling, Buchwaldoboletus lignicola
- Essbar: Rostroter Lärchenröhrling, Suillus tridentinus
Diese Art finden
Der Pfefferröhrling wurde lange Zeit und wird auch immer noch überwiegend als Symbiosepilz beschrieben, soll nach aktuellen Forschungen wohl aber doch eher als Parasit auf dem Myzel von anderen Pilzen, vorwiegend dem Myzel vom Fliegenpilz & dem Fichtensteinpilz, parasitieren.
Finden kann man Pfefferröhrlinge deshalb so gut wie immer in Habitaten mit Fichtensteinpilzen & Fliegenpilzen. Wir finden Pfefferröhrlinge bei uns in Oberbayern meist in Nadel- und Nadelmischwäldern bei Fichte. Seltener finden wir die Art aber auch in Misch- & sogar reinen Laubwäldern und dort dann meist bei Eiche oder Buche.
Der Pfefferröhrling ist als Frühstarter bekannt & ist oft einer der ersten Röhrlinge eines Pilzjahres. Die Hautpsaison liegt im Zeitraum Juni bis November. Potentiell finden kann man die Art aber vom Mai bis zum ersten harten Wintereinbruch.
Wissenschaftliche Synonyme
Chalciporus amarellus, Chalciporus hypochryseus, Boletus piperatus, Boletus amarellus, Boletus hypochryseus, Suillus piperatus, Suillus amarellus, Viscipellis piperata, Versipellis amarella, Leccinum piperatum, Ceriomyces piperatus, Ixocomus piperatus
Speisewert & Verwendbarkeit
Der Pfefferröhrling ist durch seinen pfeffrig scharfen Geschmack als Würzpilz bekannt und wird von vielen Sammlern als solcher gesammelt und verzehrt. Die Art eignet sich dabei dann vor allem für Mischgerichte in denen man den Pfefferröhrling vereinzelt zum Würzen mit ins Pilzgericht geben kann. Durch starkes erhitzen und langes Kochen lässt sich die Schärfe auch etwas reduzieren. Für Einzelgerichte ist der Pfefferröhrling unserer Ansicht aber nach nicht geeignet.
Kernmerkmale
- Erscheinen in typischen Fichtensteinpilz- / Fliegenpilz-Habitaten
- Meist kleine, dünnfleischige, zierliche Fruchtkörper
- Hutdurchmesser meist unter sechs Zentimetern
- Rotbraune, filzige & gerne etwas gebuckelte Hutoberseite
- Relative grobe, rotbraune Röhren
- Dünner, voller Stiel mit rotbraunen Farben
- Hutfleisch weißlich bis weißbräunlich
- Stielfleisch leuchtend gelblich
- Schwach pilziger Geruch & pfeffrig scharfe Geschmacksprobe
Beschreibung
Der Pfefferröhrling erreicht einen Hutdurchmesser von bis zu sechs Zentimetern und gehört insgesamt zu den kleinen Röhrlingen. Die Hutoberseite ist bräunlich bis rotbräunlich gefärbt und wirkt filzig. Die Hutmitte kann leicht gebuckelt ausfallen.
Auf der Hutunterseite befinden sich beim Pfefferröhrling bei jungen Fruchtkörpern feine und bei älteren Fruchtkörpern vergleichsweise grobporige Röhren. Die Röhren sind - wie die Hutoberseite - bräunlich bis rotbräunlich gefärbt. Das Sporenpulver ist ebenfalls rotbräunlich gefärbt.
Der Stiel des Pfefferröhrlings ist mit das wichtigste Bestimmungsmerkmal der Art. Außen ist der Stiel in der Regel exakt so gefärbt wie der Hut oder auch die Röhren. An Schnittstellen oder verletzten Stellen scheint aber das für die Art charakteristische, leuchtend gelblich gefärbte Stielfleisch durch. Dieses gelbe Stielfleisch ist ein einfaches und sicheres Merkmal um den Pfefferröhrling von Ähnlichen Arten - wie zum Beispiel den Kuhröhrling - zu unterscheiden.
Der Pfefferröhrling besitzt festes bis leicht faseriges Fleisch. Wie beschrieben ist vor allem das Stielfleisch leuchtend gelblich gefärbt. Das Hutfleisch fällt dagegen eher rotbräunlich gefärbt aus. Insgesamt intensiviert sich die gelbliche Farbgebung des Fleisches je weiter es in Richtung Stielbasis geht. Neben dem gelblich gefärbten Stielfleisch ist auch der pfeffrig scharfe Geschmack ein wichtiges Merkmal der Art und Namensgebend. Der Geruch fällt leocht pilzig aus.
Steinpilz-Anzeiger
Der Pfefferröhrling ist als Steinpilz-Anzeiger zu beschreiben. Das bedeutet, dass ein Vorkommen des Pfefferröhrlings auf ein Vorkommen des Gemeinen Steinpilzes hinweisen kann. Bei uns in Oberbayern ist der Pfefferröhrling dabei mit dem Mehlräsling der zuverlässigste aller Steinpilz-Anzeiger. Auch Fliegenpilze erscheinen zwar häufig bei Steinpilzen, sind aber viel zu häufig & eignen sich auf Grund der weiten Verbreitung unserer Erfahrung nach nicht als Steinpilz-Anzeiger. Wichtig: Die Eigenschaft als Steinpilz-Anzeiger bezieht sich nur auf den Fichtensteinpilz & nicht andere Steinpilz-Arten, wie zum Beispiel den Sommer- oder Kiefernsteinpilz.
Für alle, bei denen das Interesse an Pfefferröhrling & Fichtensteinpilz über den Tellerrand hinaus geht: Spannend ist jetzt natürlich die Frage, warum der Pfefferröhrling als Steinpilz-Anzeiger in Fichtensteinpilz-Habitaten erscheint. Auch wir sind lange davon ausgegangen, dass der Fichtensteinpilz & der Pfefferröhrling Symbiosepilze sind & nur identische Habitats-Ansprüche besitzen. Nach meinem aktuellen Kenntnisstand sieht es aber eher danach aus, als würde der Pfefferröhrling parasitär auf dem Myzel von Fichtensteinpilzen & Fliegenpilzen erscheinen & somit dann tatsächlich ein Myzel von Steinpilz oder Fliegenpilz garantieren.
Pfefferöhrling oder Pseudopfefferöhrling?
Aus Expertenkreisen kommt bei Beiträgen zum Pfefferröhrling immer öfter der Hinweis, dass Pfefferröhrlinge ohne Sequenzierung nicht mehr zu bestimmen sind. Federführend verantwortlich ist die noch vergleichsweise junge Art mit dem Namen Pseudopfefferröhrling (Chalciporus pseudopiperatus), die vor allem in Österreich gefunden wurde & somit höchstwahrscheinlich auch bei uns in Deutschland vorkommt.
Diese Art hat gegenüber dem normalen Pfefferöhrling sowohl makroskopisch als mikroskopisch weitestgehend identische Merkmale & kann laut meinem aktuellen Stand tatsächlich nur über die so genannte ITS-Sequenz sicher vom normalen Pfefferöhrling unterschieden werden.
Zumindest Hinweise auf den Pseudepfefferöhrling können ganz jung eine mehr gelbe bis ockergelbe Hutunterseite, sowie das Blauen nach Verletzung & auf Druck sein. Diese Merkmale sollen aber nicht bei jedem Fund des Pseudepfefferöhrlings zu beobachten sein und reichen deshalb leider nicht für eine sichere Artabgrenzung zwischen den beiden Arten aus.
Da beide Arten ohne Sequenzierung nicht sicher unterschieden werden können trennen wir die beiden Arten nicht & beschreiben hier somit eigentlich beide Arten. Auch der zumindest immer etwas pfeffrige Geschmack & somit der Speisewert sollten weitestgehend identisch ausfallen, weshalb eine Unterscheidung aus Speisepilzsammler-Sicht nicht unbedingt erforderlich scheint.
Weiterführende Informationen zum Thema stehen bei Interesse hier zur Verfügung: https://www.myk.univie.ac.at/wp-content/uploads/2020/12/OZP28_Klofac_Chalciporus_pseudopiperatus.pdf
Wissenschaftliche Synonyme
Chalciporus amarellus, Chalciporus hypochryseus, Boletus piperatus, Boletus amarellus, Boletus hypochryseus, Suillus piperatus, Suillus amarellus, Viscipellis piperata, Versipellis amarella, Leccinum piperatum, Ceriomyces piperatus, Ixocomus piperatus