Ringdüngerling, Beringter Düngerling, Panaeolus semiovatus

Der Ringdüngerling ist ein Folgezersetzer, der typischerweise Frühsommer bis in den späten Herbst hinein auf Pferde- oder Kuhmist gefunden werden kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Kuhfladen auf einer Wiese oder Weide, oder Pferdeäpfel auf einem Waldweg handelt. Der Ringdüngerling ist als Giftpilz zu beschreiben. In der Literatur gibt es sowohl Hinweise auf einen hohen Psilocybingehalt, aber auch Berichte über psilocybinfreihe Fruchtkörper der Art. In jedem Fall geht von psychoaktiven Pilzen ein nicht kalkulierbares Risiko aus, weshalb man auf keinen Fall auf die Idee kommen sollte mit Arten wie dem Ringdüngerling zu experimentieren. Typisch für den Ringdüngerling ist das Erscheinen auf Pferde- oder Kuhmist, die typische parabolische eiförmige Düngerlingshutform, die hellgraubräunlichem bis elfenbeinweißen Hutfarben, die glatte bis gerunzelte, feucht schmierige und trocken klebrige Huthaut, ein Hutdurchmesser, der nur selten mehr als vier Zentimeter erreicht, die jung weißgräulichen und später schwarzen, schmal am Stiel angehefteten Lamellen mit weißbleibenden Lamellenschneiden, der bis zu zwanzig Zentimeter lange, weiße, hohle und zur Basis verdickte Stiel, der gräuliche, geriefte Stielring, das weißliche bis weißbräunliche Fleisch mit aromatisch pilzigem Geruch.


Bezeichnung

Ringdüngerling, Beringter Düngerling, Panaeolus semiovatus

Gattung

Panaeolus, Düngerlinge

Diese Art finden

Der Ringdüngerling ist ein Folgezersetzer, der typischerweise auf Pferde- oder Kuhmist gefunden werden kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Kuhfladen auf einer Wiese oder Weide, oder Pferdeäpfel auf einem Waldweg handelt. Überall wo es Pferde- oder Kuhmist gibt sind Funde der Art vom Frühsommer bis in den späten Herbst hinein möglich.

Unser Erstfund des Ringdüngerlings wurde Anfang Juni gemacht. Die Art zeigte sich mit einem einzelnen, ausgewachsenen Fuchtkörper auf einigen Pferdeäpfeln mitten auf einem Waldweg im Nadelwald.

Speisewert & Verwendbarkeit

Der Ringdüngerling ist als Giftpilz zu beschreiben. In mancher Literatur wird auf einen moderaten bis hohen Psilocybingehalt hingewiesen, andere Quellen berichten darüber, dass in der Art, oder zumindest einigen Fruchtkörpern der Art, überhaupt kein Psilocybin nachgewiesen wurde. Es könnte hier durchaus sein, dass es Varietäten der Art mit & ohne Psilocybin gibt, oder der Psilocybingehalt je nach Substrat, Standort oder / und Witterung stark schwankt. In jedem Fall gilt: Egal ob psilocybinhaltig oder nicht - von Experimenten oder gar der bewussten Verwendung von Arten, die in Verdacht stehen Psilocybin zu enthalten ist ohne wenn & aber kategorisch abzuraten. Das Risiko ist nicht kalkulierbar & Folgeschäden drohen.



Beschreibung

Der Ringdüngerling bildet für Düngerlinge sehr große, imposante und sehr langstielige Fruchtkörper aus.  Der Ringdüngerling erreicht einen Hutdurchmesser von bis zu vier Zentimetern. Selten sind auch etwas größere Hutdurchmesser möglich. Die Hutform des Ringdüngerling fällt düngerlingstypisch parabolisch bis eiförmig aus.

Die Hutoberseite des Ringdüngerlings  ist farblich variabel und kann sowohl elfenbeinweißlich, als auch weißgräulich oder braungräulich ausfallen. Ebenso variabel ist die Huthaut, die glatt, aber auch runzelig oder sogar rissig ausfallen kann. Bei feuchter Witterung fällt die Hutoberseite schmierig, bei trockener Witterung klebrig aus.

Auf der Hutunterseite befinden sich beim Ringdüngerling weißgraue Lamellen, die sich durch das Sporenpulver aber schnell grauschwärzlich bis schwärzlich verfärben. Die Lamellen sind schmal am Stiel angeheftet, stehen sehr dicht und besitzen auch bei Sporenreife weißliche Lamellenschneiden. Das Sporenpulver ist schwarz gefärbt.

Der Ringdüngerling besitzt einen vergleichsweise langen, dünnen Stiel, der durchaus eine Länge von bis zu zwanzig und vor allem an der verdickten Basis einen Durchmesser von zwei bis drei Zentimetern erreichen kann. Im oberen Stieldrittel befindet sich ein geriefter Stielring. Oberhalb des Rings fällt der Stiel gerne etwas rillig aus. Unterhalb des Stielrings fällt der Stiel eher flockig aus. 

Das Fleisch des Ringdüngerlings ist weißlich bis weißbräunlich gefärbt und relativ dünn. Der Ringdüngerling besitzt einen milden Geruch und (laut der Literatur) einen angenehm milden, pilzigen Geschmack. Kostversuche sollten auf Grund des potentiell hohen Psilocybingehaltes unbedingt vermieden werden.

Kernmerkmale

  • Nur auf Pferde- oder Kuhmist zu finden
  • Typische Düngerlingshutform (parabolisch, eiförmig)
  • Huthaut gerne etwas gerunzelt, feucht schmierig, trocken klebrig
  • Hutobersdeite hellgraubräunlich bis elfenbeinweißlich
  • Hutdurchmesser in der Regel zwischen drei und vier Zentimetern, nur selten größer
  • Lamellen jung weißgräulich, später durch das Sporenpulver sehr dunkel
  • Lamellenschneiden weiß bleibend
  • Lamellen sehr dicht stehend & smal am Stiel angeheftet
  • Stiel bis zu zwanzig Zentimeter lang & bis zu drei Zentimeter breit
  • Stiel weißlich gefärbt, hohl, zur basis verdickt & oberhalb des Stielrings gerne rillig
  • Stielring gräulich, gerieft & ggf. durch das schwarze Sporenpulver auf der Oberseite schwärzlich verfärbt
  • Fleisch weißlich bis weißbräunlich & relativ dünn
  • Pilziger Geruch
  • Laut der Literatur: Pilzige Geschmacksprobe

Synonyme

Panaeolus separatus, Panaeolus phalenarum, Panaeolus phalenarum var. nutans, Panaeolus semiovatus f. exannulatus, Panaeolus egregius, 
Panaeolus semiovatus var. phalenarum, Stropharia separata, Coprinus ciliaris, Coprinus semiovatus, Coprinarius separatus, Coprinarius phalenarum, Pholiota separata, Anellaria separata, Amanita separata, Chalymmota phalenarum, Anellaria phalenarum, Anellaria semiovata, Agaricus nutans, Agaricus ciliaris, Agaricus separatus, Agaricus semiovatus, Agaricus phalenarum, Agaricus egregius