Igelschüppchenschnitzling, Phaeomarasmius erinaceus
Der Igelschüppchenschnitzling ist ein relativ seltener & kaum bekannter Folgezersetzer, der vom Sommer in den Herbst auf dem totem Laubholz erscheint. Die Art soll eine Vorliebe für Weiden & Auwälder besitzen. Der Igelschüppchenschnitzling ist zwar ungiftig, aber vergleichsweise schwer zu bestimmen. Die Art ist außerdem als relativ selten, klein & dünnfleischig zu beschreiben & damit kein Speisepilz. Typisch für den Igelschüppchenschnitzling ist das Erscheinen auf totem, moderndem Laubholz, die bräunliche & mit hochstehenden, spitzen Schuppen besetzte Hutoberseite, die hellgelblich bis gelbbraunen, ausgebuchtet angewachsenen Lamellen mit im Alter schwach aber deutlich gezahnten Lamellenschneiden, der mit etwas vergänglichen Schuppen besetzte, hohle Stiel, der im Alter einen Farbverlauf von weißlich an der Stielspitze zu fast schwarz an der Stielbasis besitzen kann, der im Alter insgesamt stark an den Stiel von Stockschwämmchen erinnerde Stiel, das jung weißliche bis bräunliche Fleisch, der unbedeutend pilzige Geruch, sowie die pilzig milde Geschmacksprobe.
Bezeichnung
Gattung
Diese Art finden
Der Igelschüppchenschnitzling ist ein relativ seltener & kaum bekannter Folgezersetzer, der auf dem totem Laubholz erscheint. Da die Art vergleichsweise klein ausfällt, gerne etwas versteckt an Bachläufen oder in Auwäldern wächst & das Interesse an der Allgemeinbevölkerung an solchen Schönheiten wegen des fehlenden Speisewertes wahrscheinlich weitestgehend nicht vorhanden sein dürfte, könnte die Art deutlich häufiger sein, als sie gefunden wird. Finden kann man die Art vom Sommer bis in den Herbst hinein.
Unser Erstfunde des Igelschüppchenschnitzlings stammt aus einem von Buchen dominierten Mischwald mit eingestreuten Eschen, Weiden, Fichten, Lärchen & Kiefern und wurde in einer sommerlichen Phase im Juli gemacht. Die Art zeigte sich auf einem im Bachlauf liegenden, modernden Laubholzstamm mit zahlreichen Fruchtkörpern.
Speisewert & Verwendbarkeit
Der Igelschüppchenschnitzling ist laut der Literatur zwar wohl ungiftig, aber nicht als Speisepilz zu beschreiben. Die Art besitzt zwar einen milden Geschmack, bildet aber sehr kleine, zierliche und nur schwer sicher auf Artebene bestimmbare Fruchtkörper aus. Dass die Art zudem zumindest als regional selten zu beschreiben ist, passt zum Gesamtbild. Alles in allem: Eine wirklich wunderschön stachelige Art, aber definitiv kein Speisepilz.
Beschreibung
Der Igelschüppchenschnitzling erreicht einen Hutdurchmesser von ein bis maximal drei Zentimetern. Die Hutoberseite kann dabei verschiedene bräunliche Farbschattierungen annehmen. Die Huthaut ist meist etwas heller, gelbbraun, gefärbt. Die Schuppen deutlich kräftiger, meist rotbräunlich bis dunkelbräunlich. Die Schuppen fallen teilweise sehr Spitz ab und können teilweise über ein bis zwei Millimeter von der Huthaut abstehen.
Auf der Hutunterseite befinden sich beim Igelschüppchenschnitzling hellgelbliche bis gelbbraune Lamellen. Die Lamellen besitzen regelmäßig vorhandene Zwischenlamellen und sind deutlich ausgebuchtet am Stiel angewachsen. Vor allem im Alter fallen die Lamellen schwach aber deutlich gezont aus. Das Sporenpulver ist rostbräunlich gefärbt.
Der hohle Stiel der Igelschüppchenschnitzlinge fällt jung stark geschuppt aus. Die Schuppen sind aber einigermaßen vergänglich und fallen bei ausgewachsenen, älteren Fruchtkörpern nicht mehr so dicht aus. Im Alter kann der Stiel durch die typischen Farben & Schuppen stark an die Stiele von Stockschwämmchen erinnern. Der Stiel besitzt im Alter gerne einen Farbverlauf von weißlich an der Stielspitze zu fast schwarz an der Stielbasis.
Das Fleisch fällt jung stellenweise releativ hell, fast weißlich aus, besitzt insgesamt aber eher hellbräunliche Farben. Im Alter fällt das Fleisch vor allem in Richtung der Stielbasis sehr dunkel, dunkelbräunlich bis teilweise fast schon schwarz aus. Das Fleisch besitzt einen unauffälligen pilzigen Geruch & eine milde, pilzige Geschmacksprobe.
Kernmerkmale
- Auf toten, modernden Laubholz zu finden
- Bräunliche & mit hochstehenden, spitzen Schuppen besetzte Hutoberseite
- Huthaut dabei meist etwas heller & Schuppen etwas dunkler gefärbt
- Hutrand meist ebenfalls stark mit spitzen Schuppen besetzt
- Hutunterseite mit hellgelblichen bis gelbbraunen Lamellen
- Lamellen jung überhaupt nicht zu sehen
- Lamellen deutlich ausgebuchtet am Stiel angewachsen
- Regelmäßige Zwischenlamellen
- Lamellenschneiden vor allem im Alter schwach gezahnt
- Sporenpulver rostbräunlich
- Stiel ebenfalls mit vergänglichen Schuppen besetzt
- Stiel im Alter mit Farbeverlauf von weißlich an der Stielspitze zu fast schwarz an der Stielbasis
- Stiel im Alter stark an den Stiel von Stockschwämmchen erinnernd
- Fleisch jung weißlich bis bräunlich gefärbt, im Stielbereich hohl
- Fleisch im Alter vor allem in Richtung der Stielbasis sehr dunkel gefärbt
- Geruch unbedeutend / pilzig
- Geschmacksprobe pilzig / mild
Synonyme
Phaeomarasmius aridus, Pholiota erinaceus, Dryophila erinaceus, Naucoria erinacea, Agaricus lanatus, Agaricus erinaceus, Agaricus aridus